Raspberry PI als UKW-Sender

Auf der Homepage des DARC war vor kurzem ein Artikel wo ein Projekt vorgestellt wurde, das den Raspberry PI in einen UKW Transmitter umfunktioniert. Das Ganze ist extrem simpel - man benötigt hier nur einen Raspberry PI, ein Stück Kabel und einen freien GPIO-Pin (ideal Pin 4).

P1010849Diese Lösung entstand durch ein Schulprojektes an der Imperial College Robotik Society in London und der Code ist kostenlos verfügbar und braucht einfach nur auf den Raspberry kopiert zu werden. Anschließend kann eigentlich direkt losgelegt werden. Schön ist, dass die Trägerfrequenz zwischen 1 MHz und  250 MHz in 0.1 MHz-Schritten frei wählbar ist. Die Frequenz kann bei dem Programmstart mitgegeben werden:

 sudo ./pifm SOUNDDATEI FREQUENZ 

Also zum Beispiel:

 sudo ./pifm music.wav 50 

Die Anwendung kann dabei nur 16 bit mono wav Dateien abspielen.

Die Reichweite (mit Antenne) ist beträgt dabei schon mehrere Meter - Ohne Antenne funktioniert das Ganze nur in unmittelbarer Umgebung.

Im Bereich Funk lassen sich mit dem Raspberry PI noch viele weitere Vorhaben verwirklichen. Auf der 58. UKW-Tagung am Samstag den 14 September in Weinheim, gibt es ein paar Vorträge, auch speziell zum Bereich Amateurfunk; - zum Beispiel einen Vortrag von Stefan Huepper, DH5FFL  mit dem  Titel Amateurfunk-Anwendungen mit dem Raspberry Pi.

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OwnCloud auf Fujitsu Q700

Durch PRISM, Tempora, XKeyscore könnte man sich noch stärker fragen, ob es wirklich klug ist, sein Adressbuch und den kompletten Kalender einem Konzern wie Google zu überlassen.

Die open source Softwaresuite ownCloud ermöglicht die Installation einer eigenen "Cloud", um diese Dienste auf einem eigenen Server selbst bereitzustellen. Es ist also eine Alternative Lösung zu kommerziellen Anbietern wie Dropbox, Google Drive, Microsofts SkyDrive oder anderen.

Eine beispielhafte Installation auf einer NAS, hier eine Q700 von Fujitsu Technology Solutions, gibt es hier.

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Plasma TV und Kurzwellenstörungen

Störungen zu finden ist oftmals nicht besonders einfach... In diesem Fall habe ich den EMV-Spion der Zeitschrift Funkamateur eingesetzt, um Störungsquellen auf dem 80 Meter Band zumindest ungefähr zu finden.

Der EMV-Spion ist ein Bausatz, der entsprechend noch zusammengebaut werden muss.  Im Anschluss kann das Gerät zur Ortung von Störungsquellen verwendet werden. Dafür sind im Lieferumfang mehrere Sonden enthalten, die auf unterschiedlichen Frequenzen reagieren.

  • E-Feld Sonde
  • Schmalbandsonde -- 1,8 MHz
  • NF-Breitbandsonde - 100 kHz bis 2 MHz
  • Breitbandschleife - 10 MHz bis 50 MHz

Der aufmerksame Leser wird vielleicht merken, dass hier gar keine passende Sonde vorhanden ist, welche die Frequenz des 80-Meter Bandes abgedeckt. Das stimmt wohl, ich hatte nur gehofft mit dem Spion zumindest Anhaltspunkte aufspüren zu können

Das Orten ist dabei nicht besonders einfach. Zum einen hängt die empfangene Störung von der Sonde ab und zum Anderen natürlich auch von der Position. Am besten funktioniert das Ganze durch ausprobieren.
Schön ist auch, dass es einen 3,5 mm Klinkenstecker gibt, wodurch das Signal auch hörbar wird.

EMV-Spion

EMV Spion am Plasmafernseher

Mit dem Spoin war dann doch recht schnell eine Emissionsquelle gefunden und zwar ein Plasmafernseher.

Mit einem Handfunkgerät war dann zu prüfen, ob die Störung auch auf den 80-Meter Frequenzen zu hören ist. Das Ergebnis war ein Rauschpegel von S9, wenn das Gerät in der unmittelbaren Nähe des TV-Gerätes war. Wurde der Fernseher abgeschaltet viel der Pegel auf S1 zurück. Auch am Stationsgerät bestätigte sich diese Veränderungen, allerdings nicht ganz so extrem.

Die Störungen kommen also wahrscheinlich von dem Plasmafernsehen. Die erste Anlaufstelle für solche Probleme wäre vermutlich die Bundesnetzagentur oder auch der Hersteller des entsprechenden Geräts. Zumindestens geht in verschiedenen Foren das Gerücht um, dass die Hersteller oftmals an entsprechenden Maßnahmen sparen, die solchen Störungen unterdrücken, dies aber nachrüsten, wenn dem Kunden dies negativ auffällt.

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