Amateurfunk

Anders als das allgemeine Vorurteil ist Amateurfunk ein recht vielseitiges Hobby, was Technik und Kommunikation zusammen bringt.

Amateurfunk ist dabei nicht das Gleiche wie CB-Funk und ist keine Technik um Polizeifunk oder ähnliches abzuhören (wobei das natürlich nicht unbedingt ein Problem ist).

Das Besondere, im Vergleich zu den anderen Funkarten, ist, dass hier Geräte und Zubehör selbst gebaut werden dürfen. Weiterhin sind die möglichen Entfernungen weitaus größer. Beim CB-Funk sind oftmals Entfernungen von wenigen Kilometern möglich, beim Amateurfunk hingegen können weltweit Verbindungen hergestellt werden und das mit einer vergleichsweise geringen Leistung von wenigen Watt.

Weiterhin ist hier und für vergleichsweise Funkdienste, keine Infrastruktur notwendig. Wenn also durch Stromausfälle oder überlastete Mobilfunknetze keine Kommunikation mehr möglich ist, funktioniert die Technik der Amateurfunker weiterhin.

Um noch größere Entfernungen zu überbrücken gibt es eine Reihe von Relaisstationen, die häufiger anzutreffen sind, als viele Denken. In Paderborn, Bielefeld oder Dortmund gibt es beispielsweise jeweils zwei Stationen. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von Satelliten, die speziell für den Amateurfunk in die Erdumlaufbahn geschossen werden. Diese werden dann ebenfalls als eine Art Relais genutzt.

Bevor der Betrieb einer Amateurfunkstation erlaubt ist, muss der Betreiber eine Reihe von Prüfungen absolvieren. Diese werden von der Bundesnetzagentur abgenommen. Die Prüfung besteht aus drei Teilen: Technik, Betriebstechnik und Gesetze.
Mit dem Bestehen dieser Prüfung erhält nun der Funkamateur ein Rufzeichen, was weltweit einmalig ist. Dieses setzt sich auf Buchstaben für das Land, einer Zahl und weiteren Buchstaben zusammen. Ein Beispiel wäre DO2TOH, was mir zugewiesen wurde.
Viele Vereine in Städten bieten Kurse an, um die notwendigen Kenntnisse zu erlangen. Ich selbst habe den Fernlehrgang von Eckart Moltrecht (DJ4UF) der Klasse E gemacht.

2 Kommentare zu Amateurfunk

  1. Uwe sagt:

    Taugt der Lehrgang was?

    • Das kommt natürlich ganz drauf an, wie Du das Ganze gestaltest. Du solltest auf jeden Fall NICHT nur den Lehrgang machen, sondern Dir aus deinem OV oder Bekanntenkreis jemanden suchen, der Dir praktisch ein bisschen was zeigt und Dir bei Fragen zur Seite steht.
      Ansonsten lernst Du nur das, was später für die Prüfung notwendig ist und nicht besonders viel zusätzlich. Wenn Du dann die Prüfung bestehst, ist der Einstieg in die "Praxis" sicherlich nicht besonders einfach.

      Also mach den Lehrgang und lass Dir nebenbei noch etwas zeigen 😉

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